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Thema: Taschenkarten der Bundeswehr

  1. #1
    Cold Warrior Avatar von Nemere
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    Standard Taschenkarten der Bundeswehr

    In den „Taschenkarten“ waren bei der Bundeswehr wesentliche Ausbildungsinhalte kurz zusammengefasst.
    Besondere Bedeutung hatten diese Drucksachen auch während der Mobilmachungsübungen für Reservisten, da hier verschüttetes Wissen schnell wieder abgerufen werden konnte.

    Die Taschenkarten hatten zwischen 8 und 20 Seiten und waren auf Postkartengröße (14,8 x 10,5 cm) gefaltet. Gedruckt waren sie auf Leinen und daher sehr strapazierfähig. In wenigen Ausnahmefällen gab es Taschenkarten auch in Form kleiner Hefte (Taschenkarte für Wachvorgesetzte) oder sie waren auf Karton gedruckt (meistens bei Taschenkarten, die von der Truppe selbst hergestellt waren, z.B. die Taschenkarte Kartenkunde der Abt. MilGeo der Div/WBK VII von 1994, gedruckt vom Topographiezug 700).

    Ich habe einige Taschenkarten, die sich bei mir noch angefunden haben, eingescannt und werde sie nach und nach hier im Forum einstellen.

    Zuerst die „Taschenkarte Infanterie Nr. 101 – Führung der Jägergruppe/Sicherungsgruppe“, gedacht für die Gruppenführer in Jägerbataillonen, Sicherungsbataillonen, Heimatschutzkompanien und allen Arten von Sicherungszügen, natürlich auch für die entsprechenden Einheiten im WHNS-Bereich.
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    EmilBerggreen (17.09.2022), Guenther (13.09.2022), karlbauknecht (22.09.2022), Keiler29 (25.09.2022), PI80 (13.09.2022), Relikte (01.10.2022), spanier (13.09.2022), Tutenberg (14.09.2022)

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  4. #2
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    Da habe ich auch noch zwei Exemplare in meinem BW-Fundus: Taschenkarte - Schutz gegen die Wirkungen von ABC-Kampfmitteln und Erste Hilfe (Kurzfassung der ZDv 49/20), beides natürlich aus den 70er-Jahren.
    Wenn diese nicht schon bei Nemere vorhanden sind, kann ich natürlich auch einscannen und hochladen (sofern das bei mir mal wieder geht)

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  6. #3
    Cold Warrior
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    Avatar von Nemere
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    Zitat Zitat von PI80 Beitrag anzeigen
    ..., kann ich natürlich auch einscannen und hochladen (sofern das bei mir mal wieder geht)
    Gerne, dann muß ich hier nicht den Alleinunterhalter spielen.

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  8. #4
    Cold Warrior Avatar von Hoover
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    Ich muss meine auch mal suchen. Wir hatten die immer in einer Hülle vom großen Verbandpäckchen, das dann in in der linken Beintasche der Feldhose. Teilweise haben wir 5-10 Stück davon rumgetragen.
    "Damals, als ich in meinem Alter war..."

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  10. #5
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    Ich würde ja gerne mit "unterhalten" aber leider kommt immer noch die Fehlermeldung dass ich meine zulässige gesamte Uploadkapazität um 21,44 MB überschreiten würde (die dazugehörige PDF-Dateien sind wesentlich kleiner) - dazu gibt es schon eine Kommunikation über PN mit Rex Danny und Palatinat.
    Deshalb hier noch mal für alle: weder ein anderer Browser noch andere Geräte (Mobile Devices) oder ein anderer Rechner hat das Problem lösen können. Also liegt nach meiner Einschätzung das Problem irgendwo in meinen Settings auf der Plattform.
    Hat vielleicht noch irgendjemand eine Idee - gerne auch weitere Kommunikation über PN?

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  12. #6
    Cold Warrior
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    Avatar von Nemere
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    Anbei die nächste Taschenkarte (Infanterie Nr. 102) für den Zugführer des Jägerzuges / Sicherungszuges.

    Diese Zugführer waren auch befugt, bei Fehlen eines Vorgeschobenen Beobachter mit der Artillerie oder den Mörsernzu schießen, daher ist die Anleitung zum sog. „Sehstreifenverfahren“, einem vereinfachten Schießverfahren enthalten (S. 2 und 12).
    Viele Sicherungszüge, aber auch einzelne Züge der Heimatschutzkompanien waren abgesetzt eingesetzt, daher gewannen logistische Meldungen an Bedeutung (S. 5).
    In den Ausführungen zum Feuerkampf des Zuges wird besonders auf die Möglichkeiten der hier vorhandenen Feldlafetten für das MG hingewiesen (S. 6).

    Fast alle Offiziere (auch die Reserveoffiziere) in den Führungs- und den Logistiktruppen wurden im Rahmen ihres Offizieranwärterlehrgangs neben ihrer Hauptverwendung auch zum Sicherungszugführer ausgebildet. Gleiches galt auch für eine Reihe von Feldwebellaufbahnen.
    Man wollte damit zum einen diese Soldaten befähigen, ihre Teileinheiten bei der Sicherung der eigenen Einrichtungen zu führen. Zum anderen sollten gerade die Reserveoffiziere auch als Führer von Sicherungszügen eingesetzt werden können, weil aus dem Potential der Infanterie hier nicht genug Nachwuchs kam.

    Die Feldjägerschule in Sonthofen hatte z.B. den Auftrag, den Offizieranwärterlehrgang – Allgemeiner Teil – auch für den Nachwuchs der Frontnachrichtentruppe durchzuführen. Dazu gehörte auch für diese Reserveoffiziersanwärter der Erwerb der ATN Sicherungszugführer, genauso wie für die Offiziersanwärter der Feldjägertruppe.
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    EmilBerggreen (17.09.2022), karlbauknecht (22.09.2022), Relikte (01.10.2022), uraken (16.09.2022)

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  15. #7
    Cold Warrior
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    Es folgt die Taschenkarte Infanterie Nr. 103 für den Kompaniechefs der Jägerkompanie / Sicherungskompanie / Heimatschutzkompanie. War außerdem auch wichtig für die Kompanietruppführer der besagten Kompanien, da ja der KpTrpFhr den KpGefstand auch bei plötzlichem Ausfall des KpChefs erst mal am Laufen halten muss.
    Zum Inhalt der Taschenkarte sind hier besonders interessant:
    - Führungsunterlagen auf dem KpGefStd
    - Zusammenwirken mit schweren Waffen
    - Grundsätze für den (Kfz-) Marsch.
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  16. Folgender Benutzer sagt Danke zu Nemere für den nützlichen Beitrag:

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  18. #8
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    Ich habe tatsächlich noch die Taschenkarte Besatzung Leopard 1 in der originalen Plastikhülle. Auch die kann ich gerne morgen mal durch den Scanner ziehen. Die Taschenkarten der Infanterie/ Jäger waren bei uns immer heißbegehrt, wenn
    es an die Durchführung der AGA ging.

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  20. #9
    Cold Warrior
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    Als nächstes die Taschenkarte Fliegerabwehr Nr. 1.

    Fliegerabwehr, vor allem das Schießen auf Flugziele, war nach meiner Erfahrung auch so ein vernachlässigtes Ausbildungsthema.
    Eigentlich standen genügend Maschinengewehre zur Verfügung, auch außerhalb der Kampftruppe gab es mindestens auf jedem dritten oder vierten LKW ein MG. Geschossen auf Flugziele wurde nur recht selten, obwohl es auf den meisten Standortübungsplätzen die Fliegerschießanlagen gab.
    Mag daran gelegen haben, weil die wenigsten Soldaten sicher im Umgang mit dem Fliegerabwehrvisier des MG 3 waren. Das Schießen damit war zugegebenermaßen etwas kompliziert und hätte wirklich ständig geübt werden müssen, da sonst die Handhabungssicherheit wieder weg war.
    Auf westdeutschen Übungsplätzen (Ausnahme Todendorf und Putlos) gab es auch nur die bekannten und wenig beliebten Fliegerschießanlagen. Die alten DDR-Übungsplätze, z.B. Nochten oder Dauban, hatten dagegen auf den ganz normalen Schießbahnen die Möglichkeit plötzlich Scheiben mit der Silhouette frontal angreifender Jabos oder Hubschrauber im Schwebeflug einzuspielen. Da konnte man die Flugzielbekämpfung auch in den Marsch mi Kfz einbauen. Diese Scheibenanlagen wurden so um 1996 dann wegen angeblicher Sicherheitsbedenken verboten und abgerissen.
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  21. Folgende 2 Benutzer sagen "Danke" zu Nemere für den nützlichen Beitrag:

    EmilBerggreen (25.09.2022), Relikte (01.10.2022)

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    Nun eines der ältesten Exemplare welches ich habe. Die Taschenkarte Feldjägerdienst Nr. 1 - Militärischer Verkehrsdienst - von 1968. Verkehrsdienst im V-Fall hieß seit Anfang der 1960er Jahre vor allem "Verkehrsleitnetz Aufmarsch". Es gab entlang der vorgesehenen Aufmarschstraßen ein Netz von Verkehrsleitstellen (Gefechtsstände der Feldjägerkompanien oder Feldjägerzüge) und von Verkehrsleitpunkten (mehrere Feldjägerstreifen). Brauchbare EDV-Systeme wie ab Ende der 1970er Jahre die ersten HEROS-Systeme gab es damals noch nicht, es musste alles noch von "Hand" oder mit speziellen Rechenscheiben berechnet werden.
    Die Taschenkarte enthält deswegen auch eine Übersicht über die Fahrzeuganzahl und einige Angaben zur Fahrzeugausstattung wichtiger Verbände.Damit konnte man an den Verkehrsleitpunkten auch bei fehlenden Marschkrediten zumindest einigermassen abschätzen, wie lange die Straßen belegt waren. Besondere Problemkinder waren immer
    - die schweren Pionierbataillone (Seite 3 unten) mit 300 Fahrzeugen und einer Vielzahl Tiefladeranhängern für Raupen und ähnlichen Maschinen
    - die gemischten und mittleren Instandsetzungsbataillone mit bis zu 450 Fahrzeugen und den Schwerladetransporten für den Abschub von Panzern - damals noch Faun der ersten Generation mit der Geschwindigkeit einer Weinbergschnecke (S. 4)
    - die Transportbataillone mit ebenfalls an die 400 Fahrzeugen, damals noch mit dem 10 t Faun, der ebenfalls nicht über berauschende Fahrleistungen verfügte (S. 4)

    Weiter haben wir technische Angaben zu den häufigsten Fahrzeugarten, das war wichtig, wenn man Umleitungen erkunden musste.
    Schließlich die nötigsten Dinge zur Erstellung von Marschskizzen und Erkundungsmeldungen. Erkundungsmeldungen wurden damals noch mit Bleistift gezeichnet, z.B. auf einer Kartenskizze auf Transparentpapier, evtl. mit dazwischen gelegten Blaupapier zum Durchschreiben, falls man mehrere Skizzen brauchte.
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