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Thema: Pfarrhelfer der Bundeswehr - Bewaffnung

  1. #1
    Cold Warrior Avatar von Nemere
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    Standard Pfarrhelfer der Bundeswehr - Bewaffnung

    Mir war bisher nicht bekannt, dass fr die Pfarrhelfer der Bundeswehr eine Bewaffnung (Pistole P 1) vorgesehen war. Beim Blttern in einer StAN der Luftwaffe bin ich jetzt auf einen entsprechenden Hinweis dazu gestossen, ist als Anhang beigefgt.
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  2. Folgender Benutzer sagt Danke zu Nemere fr den ntzlichen Beitrag:

    palatinat (24.03.2024)

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  4. #2
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    Ich meine mich zu erinnern, da unser katholischer Militrpfarrer in den 70er/ Anfang 80er Jahren auch einen Soldaten als Parrhelfer hatte bzw. einen Pfarrhelfer, der zumindest bei der Bundeswehr angestellt war. Unser Militrpfarrer hatte auch einen olivgrnen VW Passat mit Y-Kennzeichen. Alleine dies bedeutet schon, da der Fahrer dieses Fahrzeugs, nmlich der Pfarrhelfer, in Diensten der Bundeswehr stehen mute. Wenn also der V-Fall ausgerufen worden wre, wre sptestens dann der zivile, bei der Bundeswehr angestellte Pfarrhelfer, in den Soldatenstatus bergegangen. Und da er ja "nur" Pfarrhelfer war/ ist, mu natrlich auch eine Bewaffnung erfolgen.

    Gleiches galt brigens auch fr die zivil angestellten Panzer- und Kraftfahrer an der Panzertruppenschule. Auf meine Frage an meinen Vater, wer denn seinen Leopard 2 im Krieg fahren wrde, kam als Antwort, auch er. Er und die anderen Kraftfahrer wrden alle eine Uniform bekommen und dann als Soldaten die Fahrzeuge weiter bedienen.

    Gre


    Rex Danny

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  6. #3
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    Die Pfarrhelfer gab es bereits im Frieden. Ob die jetzt bei der Bundeswehr oder bei der jeweiligen Landeskirche angestellt waren, entzieht sich meiner Kenntnis. In vielen Fllen war es so, dass der Pfarrhelfer gedienter Reservist der Bundeswehr war, also bereits einen Dienstgrad der Reserve hatte. Dann war es sicher kein Problem, ihn mit seiner Mob-Verwendung "Pfarrhelfer" einzuplanen und im V-Fall zu aktivieren. Mir ist allerdings keine Rechtsgrundlage bekannt. dass er allein deswegen, weil er dann im Soldatenstatus ist, eine Bewaffnung erhalten mu.
    Wenn ich mich recht entsinne, hatten wir doch hier im Forum mal einen User, der Pfarrhelfer bei der Bundeswehr war. Vielleicht liest er ja noch mit und kann hier Hintergrundwissen vermitteln.

    Zivilkraftfahrer und anderes Zivilpersonal wurden nicht automatisch Soldaten. Ich fge dazu einen Auszug aus dem OpBefehl des Versorgungskdo 860 bei, in dem die Verfahrensweise beschrieben ist.
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  8. #4
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    Also ich lese und interpretiere die Verfahrensweise so, wie mein Vater es in Kurzform gesagt hatte. Er sa auf einer F-Stelle und wre ber die zustndige StOV angefordert worden, weil die F- in eine V-Stelle umgewandelt worden wre.

    Zum Pfarrhelfer: Ein Pfarrhelfer ist ein Pfarrhelfer und hat meines Wissens keine Rechte und Pflichten wie ein Pfarrer. Und ein Soldat hat eben auch bewaffnet zu sein, sonst wre er ja kein Soldat. Und ein Pfarrhelfer mit einem umgehngten G3 neben dem Pfarrer htte wohl auch martialisch ausgesehen. Daher eine Pistole zur Selbstverteidigung fr sich und seinen Pfarrer.

    Des Weiteren mu der Pfarrhelfer nicht nur zumindest Reservist gewesen sein, er mu zustzlich auch als Zivilbeschftigter bei einer Standortverwaltung oder Wehrbereichsverwaltung aufgehngt gewesen sein. Wenn er nicht Bundeswehrbediensteter wre, drfte er kein Bundeswehrfahrzeug fahren. Es geht hierbei ja auch um haftungsrechtliche Dinge. Ich kann ja auch nicht als normaler Brger einfach irgendein Dienstfahrzeug einer x-beliebigen Behrde fahren.

    Gre


    Rex Danny

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  10. #5
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    Zitat Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigen
    ... Wenn er nicht Bundeswehrbediensteter wre, drfte er kein Bundeswehrfahrzeug fahren.
    Da gibt es zahlreiche Ausnahmen in den einschlgigen Vorschriften (ZDv 43/1 und ZDv 43/2, Auszge sind beigefgt). Ein Mlitrpfarrer - Kein Bundeswehrbediensteter! - konnte durchaus sein Dienstfahrzeug selbst fahren. Der erforderliche Bundeswehrfhrerschein war fr den Besitzer einer zivilen Fahrerlaubnis der Klasse B oder frher Drei kaum mehr als eine Formsache und beschrnkte sich eigentlich auf eine kurze berprfungsfahrt.

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  12. #6
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    Hallo, ich befrche hier liegt eine kleine Verwirrung vor. In dem eingestellten Dokument geht es um die Besetzung von V Dienstposten fr Zivilisten. Es scheint eher unbekannt zu sein, dass auch im V Fall Zivilisten in der Bw Dienst tun sollten. Es gab viele Bereiche, in denen der Bedarf im V Fall grer war als im Frieden, andere Bereiche entfielen im V Fall. Deswegen musten die kalenderfhrenden Dienstellen den Personalbedarf an Zivilisten fr den V Fall planen. Zur Besetzung dieser Stellen gab es mehrere Mglichkeiten: Der Dienstposten ist sowohl im Frieden als auch im V Fall identisch. ALS Beispiel nehmen wir mal den Kesselwrter der Heizungsanlage einer Kaserne, die im V Fall Kriegstationierungsobjekt eines Reservelazarettes wird. Der Mitarbeiter bleivt einfach auf seinem Posten. Der Dienstposten fllt im V Fall weg, der Mitabeiter kann aber einen V Posten in einer anderen Dienstelle besetzen. Nehmen wir hier mal eine zahnmedizinische Fachsngestellte eines San Zentrums. Dieses wird im V Fall aufgelst, dass Personal bilded den Kader einer Reservelazarettgruppe. Die Zahnarzthelferhin wird auf eine ihrer Ausbildung entsprechenden Stelle in der Res.Laz. Gruppe eingeplant. Als Variante hiervon bildet das San Zentr. den Kader eines Laz. 200. Hier ist ausschlielich militrsches Personal eingeplant. Die Zahnarzthelferin kann hier also nicht eingeplant werden und wird in einem Res.Laz.eingeplant. Als dritte Variante eine V- Stelle kann nicht mit im V Fall freiwerdenden Zivilmitarbeiter besetzt werden. Hier fordert die Stov ber das Arbeitssicherstellungsgesetz beim zustndigen Arbeitsamt den Mitarbeiter an. Dieser wird nach dem Arbeitssicherstellungsgesetz verpflichtet, also nicht als Soldat einberufen sonder er bleibt Zivilist. Ein Beispiel hierfr wren die Stellen fr die Bcker der Feldbckereien der Wehrbereichsverpflegungsmter.

  13. Folgender Benutzer sagt Danke zu allrad fr den ntzlichen Beitrag:

    wernerg (26.03.2024)

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  15. #7
    Cold Warrior Avatar von Dragoner
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    Zitat Zitat von allrad Beitrag anzeigen
    Es scheint eher unbekannt zu sein, dass auch im V Fall Zivilisten in der Bw Dienst tun sollten. Es gab viele Bereiche, in denen der Bedarf im V Fall grer war als im Frieden
    Ein Beispiel: Das Gertedepot FELDSTETTEN hatte im Frieden 84 Zivilbeschftigte, fr den V-Fall waren 177 Zivilisten eingeplant, also mehr als doppelt so viele.

  16. Folgender Benutzer sagt Danke zu Dragoner fr den ntzlichen Beitrag:

    wernerg (26.03.2024)

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