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Thema: Kampfmittelbeseitigung anno 1963

  1. #1
    Cold Warrior Avatar von Nemere
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    Standard Kampfmittelbeseitigung anno 1963

    In einer alten Zeitschrift des Zivilschutzes von 1963 habe ich einen interessanten Artikel ber die Beseitigung von Kampfstoffmunition aus dem 1. Weltkrieg gefunden. Nach 1918 wurden mit Gas (Phosgen) gefllte Granaten zwischen Bad Kreuznach und Idar-Oberstein vergraben und mit Beton "versiegelt". Das Grundstck war in Besitz der Bundesvermgensverwaltung. Als es 1963 verkauft werden sollte, verlangte der Kufer, die Beseitigung des Kampfstoffes. Da das Land Rheinland-Pfalz ber kein Fachpersonal verfgte, wurde die Beseitung von Personal der Bundeswehr durchgefhrt.
    Der Artikel beschreibt recht ausfhrlich, mit welchen recht primitiven Methoden man damals noch vorging und welche Vorsichtsmanahmen getroffen werden mussten. Man kann sich ungefhr vorstellen, wie es nach dem Einsatz von C-Kampfstoffen bei der Deokontamination vor allem im Bereich der Zivilverteidung zugegangen wre.
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  2. Folgende 4 Benutzer sagen "Danke" zu Nemere fr den ntzlichen Beitrag:

    DeltaEcho80 (23.05.2024), klaus_erl (24.05.2024), Malefiz (22.05.2024), palatinat (22.05.2024)

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  4. #2
    Cold Warrior
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    Standard

    Zitat Zitat von Nemere Beitrag anzeigen
    Der Artikel beschreibt recht ausfhrlich, mit welchen recht primitiven Methoden man damals noch vorging und welche Vorsichtsmanahmen getroffen werden mussten.
    Ehrlich gesagt wre das (auch angesichts der beschriebenen Mengen) heute nicht gro anders. Etwas mehr Fernsteuerung im Transport innerhalb der Anlage vermutlich, und etwas mehr "Abdichtung" durch Unterbringung in Containern. Der grundstzliche Vorgang ist auch heute bei Chemischen Waffen nicht anders - Herauslsen des Kampfstoffs aus der Granate bspw. durch Anbohren an sicherer Stelle und anschlieende separate Vernichtung des Kampfstoffs durch Verbrennung o..

    Etwas krude ist allerdings der im Artikel beschriebene Vorgang, wie der Aufbau der franzsischen Granaten "analysiert" wurde. Auch 1963 htte man Rntgengerte gehabt.

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  6. #3
    Cold Warrior Avatar von DeltaEcho80
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    Das gibt es auch im Bereich Munster. Dort existiert der Dethlinger Teich. Es handelt sich hierbei um eine alte Kieselgur-Grube, die man nach dem 2. Weltkrieg dazu genutzt hatte, die Giftgasbestnde der umliegenden Muna Oerrel und der bungspltze zu versenken.

    Dort wurde nun ein sehr umfangreiches Verfahren etabliert, den Teich auszugraben und die Fundstcke zu entsorgen. U.a. wurde eine Leichtbauhalle fr die fachmnnische Zerlegung und Entsorgung der Kampfstoffmunition gebaut sowie eine Grundwasserreinigungsanlage. Die Entsorgung erfolgt unter Mitarbeit der GEKA des Bundes, die Grundwasserreinigungsanlage hat Zblin entwickelt und gebaut. Fr die Arbeiten wurden sogar ein gepanzerter Bagger mit Schutzbelftung sowie ein spezieller Rettungswagen beschafft. Der Rettungswagen ist whrend der Arbeitszeiten mit Personal besetzt, rzte sind in Rufbereitschaft.

    Das gesamte Gelnde ist fr die Dauer der Arbeiten Sperrzone, je nach Situation wird auch immer mal die Bundesstrae 71 gesperrt.

    Hier der entsprechende Wikipedia-Eintrag: https://de.wikipedia.org/wiki/Dethlinger_Teich

    In den Quellenangaben sind weitere interessante Dokumente verlinkt.

    Der Heidekreis hat sogar eine Art "Liveticker" eingerichtet zum Stand der Arbeiten:

    https://www.heidekreis.de/home/umwel...sanierung.aspx

    Zum Suchbegriff "Dethlinger Teich" wirft die grte Suchmaschine der Welt weitere interessante Videos und Beitrge auf.
    Gendert von DeltaEcho80 (23.05.2024 um 10:39 Uhr)

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