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Thema: Sonderwaffen + Bunker in Südbayern

  1. #51
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    Alarmzug.

    Wer kann dazu noch was beitragen, bevor das ganz in Vergessenheit gerät.

    An soviel kann ich mich noch erinneren, habe das 1 x als junger Fähnrich mitgemacht.
    Für das SAS in Leeder mussten alle Btl der 1.GebDiv im Wechsel einen Alarmzug stellen. Denn es war ja das Lager wo die Sprengköpfe dieser Div. gelagert waren.
    War dann für die Dauer von 10 Tagen, also der Alarmzug, bin mir aber nicht mehr sicher.
    Dazu standen dann vor dem eigenen Kp-Gebäude 1 x 5-Tonner und 2 x 2-Tonner. Abfahrbereit, zwar nicht mit laufendem Motor, aber fast.
    Die Munition für die Handwaffen (9 mm und 7,62) war auf den Fahrzeugen, in Holzkisten, noch verplompt.
    Darum musste auch immer eine Wache vor den Fahrzeugen sein, 24-Stunden Schicht.
    Auf Stube, da war die Ausüstung, Koppel, Helm, Magazintaschen,.... gepackt wie ein Alarmstuhl, Handwaffe auf der Stube, bei Alarmierung musste man sofort los, wir hatten einen "Probealarm" und waren wohl keine 5 Minuten später verlegebereit.

    Dann Marsch mit den 3 LKW nach Leeder, wenn ich die Strecke heute in Google-Maps eingebe, dann sind das gute 45 Minuten, also mit LKW damals mindestens 60 Minuten. Ankunft am SAS, dort Verbindungsaufnahme mit den Kräften vor Ort, die Zeit wurde "angeblich" gestoppt. Dann Übungsende bzw. Verlegung zurück an den Standort.

    Aufgabe vor Ort war wohl nur die Unterstützung der vor Ort eingesetzten Kräfte.

    An was ich mich auch noch noch erinnere (ist ja schon Jahrzehnte her), dass wohl mindestens alle 16 Tage von der NATO ein Probealarm ausgelöst werden musste,....und wenn man mit der Einheit, die zuvor den Alarmzug gestellt hatte, in Kontakt war, konnte man sich ausrechnen, ob es einen trifft oder nicht.

    An was ich mich nicht mehr erinnere: wie war der Alarmzug während der Woche, beim normalen Dienst zu alamieren? Wenn man erst die Soldaten dazu in der Kaserne "einsammeln" muss, dann dauert das zu lange. Unsere Alarmierung damals war an einem WE.

    Die "Wachanweisung" bzw. der Gebrauch von Schusswaffen war ganz anders geregelt wie bei "normalem" Wachdienst in der Kaserne bzw. am eigenen Mund-Depot.

    Das grosse Fragezeichen für mich ist aber: unser Standort war neben Landsberg, Füssen und Kempten grob im 1-Stunden-Radius von Leeder, und damit meiner Meinung nach der Zug sinnvoll einzusetzen.
    Aber wenn ich mir die Standorte der Brigade 23 oder/und 24 anschaue, also die anderen Brigaden neben 22,.....dann redet man hier von Verlegezeiten von 3 1/2 oder 4 Stunden. Wie sollen die sich auswirken? Welche Ünterstützung ausser eventuell Ablösung der vor Ort eingesetzten Einheiten, macht da Sinn?

    Freue mich auf eure Antworten bzw. Gedanken.

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  3. #52
    Cold Warrior Avatar von Nemere
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    Zitat Zitat von spanier Beitrag anzeigen
    An soviel kann ich mich noch erinneren, habe das 1 x als junger Fähnrich mitgemacht.
    Für das SAS in Leeder mussten alle Btl der 1.GebDiv im Wechsel einen Alarmzug stellen.
    Wo warst Du denn damals stationiert? Das wäre gut zu wissen, um die Fahrtzeit einzuschätzen.
    Nach meinen Erfahrungen waren nicht unbedingt die Truppenteile der 1. Gebirgsdivision für Leeder zuständig, um den Alarmzug zu stellen, sondern es waren Truppenteile in erreichbarer Nähe, die dafür eingeteilt wurden. Es gab Zeiten, wo auch Münchner Truppenteile, die nicht zur 1. GebDiv gehörten, diesen Alarmzug zu stellen hatten, z.B. dann wenn näher gelegene Truppenteile in Murnau oder Füssen auf dem Übungsplatz oder bei Manövern waren. So wurde dieser Alarmzug auch von Pionieren aus München (PiBtl 210) oder auch von Ausbildungskompanien aus München gestellt (Feldjägerausbildungskompanie 760, 1977). Das kam natürlich nicht ständig vor, aber zwei- bis dreimal im Jahr doch. Bei den Ausbildungskompanien war es so, dass viele Ausbildungskompanien neben der Grundausbildung mit zweiten Dienstquartal dann auch die Vollausbildung durchführten. Hier standen also Soldaten zur Verfügung, die schon die Wachausbildung abgeschlossen hatten.
    Für die Alarmierung beim normalen Dienst tagsüber war es meiner Erfahrung nach so, dass die betreffende Einheit an diesem Tag nur in der Kaserne Dienst hatte (Waffenausbildung, Unterricht, Sport). Auch der "lebenskundliche Unterricht" des Standortpfarrers wurde gerne an solchen Tagen angesetzt.
    Bei der FJgAusbKp 760 in München haben wir zur Beweglichmachung dieses Alarmzuges z.B. die in der Kompanie / Fahrschule vorhandenen Omnibusse eingesetzt, damit verkürzte sich die Fahrzeit doch um einiges.
    Angeblich gab es auch die Möglichkeit, das diese Alarmzüge mit Hubschraubern eingeflogen werden konnte. Das wurde zwar in der entsprechenden Belehrung bei Dienstbeginn immer angesprochen, ich habe es aber nie erlebt.

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  5. #53
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    Wo war ich damals stationiert? Du hast den Standort in deinem Beitrag genannt, es war Murnau.

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