Grenztürme bei Geisa (Point Alpha), Buttlar, Spahl, Wiesenfeld: Denkmalschutz?

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  • gmaus
    Rekrut
    • 30.10.2012
    • 26

    #1

    Grenztürme bei Geisa (Point Alpha), Buttlar, Spahl, Wiesenfeld: Denkmalschutz?

    Hallo allerseits,

    ich habe neulich eher zufällig ein paar ehemalige Grenztürme in der Rhön besucht und war doch erstaunt, in was für einem unterschiedlichen Zustand die sich befinden. Von Betongerippe mit Mobilfunkanlagen über verfallender Turm im Wald (!) bis hin zu umfangreich restaurierten Türmen war hier alles dabei. Ein paar Fotos habe ich auf meinem Blog gepostet.

    Weiß jemand, ob diese Türme in Thüringen unter Denkmalschutz stehen? Ich habe nur gelesen, dass einige Objekte der Grenze geschütz sind, konnte aber nicht herausfinden, welche.

    Ist das üblich, dass ehemalige Grenztürme zu Funkmasten umgerüstet werden?

    Danke und viele Grüße
    Gunnar
  • Hildesheim
    Co-Administrator
    • 10.11.2009
    • 498

    #2
    Hallo Gunnar,
    herzlich Willkommen hier im Forum! Es wäre schön wenn du dich kurz vorstellst und dein Projekt, dass du mit dem Blog verfolgst kurz erläuterst. So spontan eingestellte Links wirken schnell befremdlich.

    Nun zu deiner Frage. Die verschiedenen Installationen an den Türmen schließen einen generellen Denkmalschutz aus. Mobilfunkanbieter schrauben ihre Antennen überall hin, was eine ausreichende Höhe hat. Da die Türme auf dem Gebiet der neuen Bundesländer stehen und diese in der Bevölkerung dort wenig Wertschätzung haben, ist davon auszugehen, dass es nicht so schwer ist diese zu mieten.

    Kommentar

    • Thunderhorse
      Cold Warrior
      • 09.02.2006
      • 1901

      #3
      Alle vier benannten Türme sind sog. Grenzdenkmäler, d.h. nicht dass diese auch alle unter Denkmalschutz stehen.
      Für die Einstufung als Denkmal geschütztes Objekt sind in Thüringen die jeweils örtlich zuständigen Fachbehörden zuständig.
      Zunächst die Untere Denkmalschutzbehörde, für den relevanten Bereich ist dies:

      Wartburgkreis
      Landratsamt Wartburgkreis
      Bauordnungsamt
      Untere Denkmalschutzbehörde
      Erzberger Allee 14
      36433 Bad Salzungen



      Gesetzesgrundlage:


      § 13
      Erlaubnis

      (1) Einer Erlaubnis der Denkmalschutzbehörde bedarf,
      1. wer ein Kulturdenkmal oder Teile davon
      a) zerstören, beseitigen oder an einen anderen Ort verbringen,
      b) umgestalten, instand setzen oder im äußeren Erscheinungsbild verändern oder
      c) mit Werbe- oder sonstigen Anlagen versehen will,
      2. wer in der Umgebung eines unbeweglichen Kulturdenkmals
      Anlagen errichten, verändern oder beseitigen will, wenn sich
      dies auf den Bestand oder das Erscheinungsbild des Kulturdenkmals auswirken kann,

      Dies schließt eine Nutzung für die u.a. Zwecke grundsätzlich nicht aus.

      Und es ist üblich, einstige Beobachtungstürme als Standorte für Funkanlagen (Antennenträger, etc.) zu nutzen, diese bieten sich durch ihre Standorte gerade zu an.

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      • gmaus
        Rekrut
        • 30.10.2012
        • 26

        #4
        Hallo Hildesheim,
        danke für den Hinweis auf die Vorstellung. Ich hatte kein Vorstellungsforum gefunden und das deshalb erst mal nicht gemacht. Ich habe mal eine Projektvorstellung nachgeholt im Forum Neues und Nachrichten und hoffe, dass das da hin passt.

        Zum Thema: Meines Wissens sind viele der Türme sogar Privatbesitz und können umso einfacher an Telekommunikationsunternehmen vermietet werden. Wenn der Freistaat Thüringen der Eigentümer wäre, wäre das wahrscheinlich nicht so einfach durchsetzbar.

        Kommentar

        • gmaus
          Rekrut
          • 30.10.2012
          • 26

          #5
          Hallo Thunderhorse,
          danke für den Hinweis. Vielleicht frage ich mal direkt im Wartburgkreis an, wenn ich dazu komme, und berichte hier vom Ergebnis.

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          • Thunderhorse
            Cold Warrior
            • 09.02.2006
            • 1901

            #6
            Der Wisenfelder Turm, die ehemalige Füst Gelände der GK Geisa wird neu belebt.
            Die "Führungsstelle" Wiesenfelder Turm wird Bestandteil des Bildungsangebotes von "Point Alpha". Jährlichen besuchen ca. 90.000 Besucher das Grenzmuseum an der ehemaligen Zonengrenze bei Rasdorf. Mit der Rekonstruktion des Wiesenfelder Turmes wird das Angebot für die Besucher noch interessanter. Die einzelnen Stockwerke des Turms werden in ihrer historischen Nutzung als Betriebsräume, Ruheraum der Alarmgruppen und Führungsstelle beschrieben. Unterstützen Sie unser Projekt und geben Sie ab dem 1. März täglich Ihre Stimme für uns ab, damit Besucher aus allen Teilen Deutschlands diesen historischen Turm besichtigen können. Danke, die für uns abstimmen!

            Kommentar

            • Thunderhorse
              Cold Warrior
              • 09.02.2006
              • 1901

              #7
              Grenzturm bei Wiesenfeld künftig für Besucher begehbar
              Beitrag vom MDR.


              Auf Bild Nr. 8 steht, dass der Turm 1974/75 errichtet wurde. Diese Führungsstellen neuer Bauart wurden erst ab 1977 an der Grenze zur Bundesrepublik und zu Berlin (West) errichtet.

              Hier gibt es weitere Fotos.
              Im Wiesenfelder Turm, einer ehemaligen Führungsstelle der DDR-Grenztruppen beim Point Alpha in der Nähe von Rasdorf, wurde jetzt eine beeindruckende Ausstellung eröffnet, die das Grenzer-Leben im Todesstreifen nahebringen soll. S...

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